Wer putzt besser: die elektrische oder die manuelle Zahnbürste?

15. September 2020

Schöne Zähne steigern nachweislich Lebensqualität und Selbstbewusstsein. Wer ein gepflegtes Gebiss hat, lächelt strahlend und geht offener auf andere Menschen zu. Die wichtigste Voraussetzung für gesunde Zähne ist tägliches Zähneputzen: morgens und abends zwei bis drei Minuten lang, wenn möglich nach jedem Essen. Doch womit gelingt die Zahnpflege am besten? Manuell oder elektrisch? Mit Schall oder ohne?

Elektrozahnbürsten

kann man in drei Kategorien unterteilen:

1. Rotierende elektrische Zahnbürsten
2. Elektrische Schallzahnbürsten
3. Ultraschallzahnbürsten

1. Rotierende elektrische Zahnbürste

Sie haben meistens einen kleinen, runden Bürstenkopf, der sich nach rechts und links dreht. Bei manchen Modellen schwingt (oszilliert) er. Die kleinen Bürstenköpfe kommen gut an schwer zugängliche Stellen wie die Weisheitszähne. Für die Zahnzwischenräume ist Zahnseide dennoch eine wichtige Ergänzung.

Vorteile:

  • Gründliche Reinigung mittels Rotation
  • Druckkontrolle schützt Schmelz und Zahnfleisch vor zu hohem Putzdruck
  • Integrierte Timer erleichtern das Einhalten der empfohlenen Putzdauer

Nachteile:

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Unüberschaubare Folgekosten für Ersatzbürsten
  • Stromverbrauch und teils geringe Akkulaufleistung

2. Elektrische Schallzahnbürste

Der längliche Bürstenkopf der Schallzahnbürste „rüttelt“ Beläge und Zahnsteinansätze von den Zahnoberflächen. Doch nicht der Schall reinigt die Zähne, sondern die Vibrationen des Bürstenkopfes!

Vorteile:

  • Gründliche und schonende Zahnreinigung
  • Für Personen mit empfindlichen Zähnen/Zahnfleisch geeignet

Nachteile:

  • Vibrationsgeräusch und leichtes Kribbeln bei Gebrauch
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Unüberschaubare Folgekosten für Ersatzbürsten
  • Stromquelle nötig

3. Ultraschallzahnbürste

Der Hauptunterschied zwischen Schallzahnbürste und Ultraschallzahnbürste ist die Technologie. Schallzahnbürsten reinigen die Zähne mechanisch, Ultraschallbürsten mit Ultraschall, es sind keine Bürstenbewegungen nötig. Winzige, durch Ultraschall erzeugte Bläschen, sprengen die Beläge weg. Hierfür ist allerdings eine spezielle Zahnpasta nötig.

Vorteile:

  • Gründliche Reinigung
  • Geeignet für Menschen mit empfindlichen Zähnen/Zahnfleisch
  • Kein Schmelzabrieb durch mechanisches Putzen

Nachteile:

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Nicht geeignet für Menschen mit zementiertem Zahnersatz (Gefahr der Lockerung)
  • Abhängigkeit von einer Stromquelle
  • Spezielle Zahnpasta erforderlich

Manuelle Zahnbürste

Es stellt sich abschließend die Frage, was die gute, alte Handzahnbürste kann. Hinkt sie dem technologischen Fortschritt hinterher, oder spricht etwas für das Putzen von Hand?

Die Vorteile einer manuellen Zahnbürste

sind offensichtlich:

  • Einfache Handhabung
  • Günstige Anschaffungskosten
  • Keine Abhängigkeit von Strom

Das Putzergebnis der Handzahnbürste ist mit dem einer elektrischen Zahnbürste vergleichbar. Wichtig sind die richtige Putztechnik und die Dauer.

Fazit

Die Zähne elektrisch oder manuell zu reinigen, ist schließlich eine Frage der persönlichen Vorliebe und der Gegebenheiten im Mund. Für Menschen mit Zahnspangen, Zahnersatz oder Zahnengstand eignen sich Elektrozahnbürsten besser, sie vereinfachen die gründliche Pflege.

Das A und O für den Erfolg einer Putzvariante ist vor allem die richtige Putztechnik! Elektrozahnbürsten verkürzen nicht die Putzdauer, erleichtern aber unter Umständen die Zahnpflege.

Zahnseide, fluoridhaltige Zahnpasta und Mundspülung sind für beide Putzarten eine empfehlenswerte Ergänzung.

 

Referenzen

Emmi Ultrasonic (o.J.). Schall-Zahnbürste oder Ultraschall-Zahnbürste: Was ist der Unterschied? Link
Team apotheken-wissen.de (o.J.). Manuelle oder elektrische Zahnbürste? Für und Wider im Sinne der Zahngesundheit. Link
dentolo (o.J.). Elektrische Zahnbürste vs. herkömmliche Zahnbürste – Was ist besser? Link